Darum hört dein Hund nicht auf dich und was du dagegen unternehmen kannst!

Wir rufen, schreien und wedeln mit den Armen. Doch unserem Hund scheint das gar nichts auszumachen. Er läuft freudestrahlend seinen Weg entlang und schaut sich nach uns nicht mehr um. Aus. Nein. Pfui. Die ganze Welt ist voller Regeln und Verbote, die viele Hunde einfach nicht akzeptieren. Doch woran liegt es eigentlich, wenn unsere Hunde etwas ganz anderes machen und so gar nicht auf unsere Kommandos hören? Haben wir ein ernsthaftes Verständnisproblem? Wie du diese Missverständnisse am besten wieder in den Griff zu bekommst? Wir finden in dem folgenden Ratgeber die passenden Antworten und helfen dir. Auch dein Hund wird schon bald auf dich hören.

Warum hört mein Hund nicht auf mich?

In den meisten Fällen ist die Ursache in einem Problem der Rangfolge zu suchen. Das bedeutet: Dein Hund akzeptiert dich nicht als Rudelführer und sieht es nicht ein, deinen Kommandos Folge zu leisten. Bei anderen Hunden fehlte es an der notwendigen Grundausbildung, so dass zum Teil die falschen oder gleich mehrere oder zu wenig Kommandos eintrainiert wurden.

Auf keinen Fall solltest du es darauf beruhen lassen, denn Ungehorsam ist auch eine Stresssituation für deinen Vierbeiner.

Optimalerweise starten wir bereits mit einem Welpen mit den ersten Übungseinheiten, um das Gehorsam zu trainieren. Jeder Hund, sollte die Chance bekommen auch etwas zu lernen. So sollte die Lebensumgebung und die Umwelt so beschaffen sein, ihn immer wieder mit neuen Reizen zu konfrontieren. Wir sind uns darüber bewusst, dass es anstrengend ist, den jungen Hund und den Welpen immer wieder mit neuen Reizen zu konfrontieren. Dennoch gehören gerade die ersten Monate zur Prägephase für jeden Hund.

Alles, was er in dieser Zeit gesehen hat und mit positiven Erfahrungen verbindet, wird auch im späteren Verlauf wohl kaum ein Problem darstellen.

Vermeide es, KOMM auf den Namen hin zu trainieren. Das passiert leider viel zu oft, da wir uns gegenseitig beim Namen rufen und unsere Aufmerksamkeit auf andere Personen lenken. Diese Erfahrung übertragen wir auf die Hunde, dennoch ist dies vollkommen falsch und führt zu vielen Verunsicherungen. Verbinde viel lieber ein Kommando mit einem Pfiff oder mit einem anderen Wort. Führt der junge Hund das gewünschte Kommando aus, verbinde es mit einem Lob und einem Leckerli.

Wann soll ich meinen Hund loben?

Hier tappen viele in die nächste Falle. Viele loben ihre Hunde zu spät oder nicht genau zum richtigen Zeitpunkt und verstärken damit unangebrachte Verhaltensweisen. Zieht und zerrt euer Hund zum Beispiel an der Leine und möchte keinen Schritt mit euch kommen, nicht hören und beißt vor lauter Wut in Hosenbeine und Leinen hinein. Dann wäre es doch die falsche Reaktion, ihn zu rufen, zu belohnen, zu streicheln und mit der Stimme zu beruhigen.

Was dein Hund mit dem Verhalten verbindet?

  • Wenn ich nur ordentlich an der Leine ziehe, dann kommen Herrchen und Frauchen und belohnt mich.
  • Oder wenn ich am Hosenbein ziehe, dann bekomme ich einen Leckerbissen und ein Lob.
  • Nichts leichter als das, der einst niedliche kleine Welpen wird es auch als Junghund und ausgewachsener Hund immer wieder zeigen. Ist solch eine Verhaltenskette erst einmal einstudiert und automatisiert, kann sie nur mit sehr viel Mühe wieder verlernt werden.

Hunde richtig erziehen

So hört dein Hund endlich wieder auf dich!

Die meisten Hunde haben Probleme damit, ihren Vierbeiner draußen beim Spazierengehen abzurufen. Ist der Hund erst einmal in den Brunnen gefallen und ignoriert dich erfolgreich in einer Tour? Dann solltest du strukturiert von vorne anfangen. Selbst bei besonders hartnäckigen Fällen kommst du mit einer logischen Struktur und Durchsetzungsvermögen weiter. Du solltest dich zunächst einmal mit einer verstellbaren Leine und einer Schleppleine ausstatten. Lässt sich dein Hund von jeder Kleinigkeit ablenken, bildet der Vorgarten oder der eigene Garten der ideale Ausgangspunkt, um mit dem Gehorsamkeitstraining zu beginnen.

Schritt für Schritt KOMM oder HIER trainieren, so geht’s

Trainiere zunächst einmal auf ein bestimmtes Kommando. Im Grunde genommen spielt es keine Rolle, auf was dein Hund freudig angelaufen kommt. Ob HIER oder KOMM – es sollte jedoch immer dasselbe Kommando sein, dass mit der identischen Reaktionen in Verbindung gebracht wird. Dabei solltest du jeden Tag mindestens zweimal mit dem Hund das Kommando trainieren.

Das lässt sich auch prima im Alltag in der Wohnung einbauen. Erhöhe immer wieder den Schwierigkeitsgrad, spiele zum Beispiel mit deinem Hund, verlasse das Zimmer und rufe ihn dann. Oder dein Vierbeiner spielt mit Freunden draußen im Garten. Einer lässt die Leine los und du rufst euren Hund heran. Wenn das zu 100 % im Garten oder auf einem geschlossenen Grundstück klappt, geht es mit der Schleppleine nach draußen. Hier soll dein Hund das Gefühl bekommen, nahezu frei zu laufen. Umso besser kannst du das Kommando trainieren.

Keine Angst vor Frust und Ärger!

Viele Hundehalter meiden das Hundetraining und die Übungseinheiten wie das rote Tuch, da sie es oftmals mit Frustration verbinden. Dabei muss es soweit nicht kommen. Es ist viel sinnvoller, auf kurze und regelmäßige Übungseinheiten zu setzen und diese immer wieder spielerisch in den Alltag einzubinden, als viel zu lang auf deinen Hund einzureden.

Management und Hundetraining gehören unwiderruflich zusammen. Zum einen solltest du vor dem Einzug eines neuen Familienmitglieds, die gesamte Wohnung hundesicher machen. Ihr könnt euch vorstellen, dass gerade die unteren Schubfächer des Regals ein gefundenes Fressen für einen jungen Hund oder einen gelangweilten Welpen darstellen. Gleiches gilt für kostspielige Schuhe oder andere Gegenstände und Dekorationen, die auf dem Boden stehen.

Überfordere deinen Hund nicht. Du solltest von eurem Vierbeiner nur das verlangen, was ihr auch trainiert habt. Viele übertragen die eigenen Wünsche und Anforderungen ganz unbewusst auf den Hund und sind dann enttäuscht, wenn er nicht wie erwartet reagiert. Zumeist sind die Hunde nur der Spiegel ihrer Besitzer und reflektieren genau das, was sie gelernt und was sie nicht gelernt haben.

Hund hört nicht

Was Anfänger in der Hundeerziehung beachten sollten?

Anfänger und Neulinge sollten sich eine besonders einfache Rasse holen, die für sie auch geeignet ist. Mit der Adoption eines neuen Hundes sollte bestenfalls auch eine Anmeldung in der Hundeschule oder auf dem hiesigen Hundeplatz einhergehen. Denn hier lernst du die Basics, die es gilt in der Hundeerziehung einzuhalten.

Hier nur ein paar Beispiele für einige Hunderassen, die sich perfekt für Anfänger eigenen:

  • Golden Retriever
  • Mops
  • französische Bulldogge
  • Pudel
  • Bichon Frise
  • Leonberger

Hund hörtDiese Hunderassen sind besonders aufgeschlossen und lernwillig. Sie nehmen die neuen Kommandos sehr gut auf und können diese innerhalb kürzester Zeit umsetzen. Dennoch wollen wir vor Verallgemeinerungen warnen. Auch wenn bestimmte Rassen mit gewissen Charaktereigenschaften ausgestattet sind, ist jeder Einzelne ein Individuum für sich.

Mit einem jungen Hund und einem Welpen geht es zunächst einmal in die Welpenspielstunde. Hier lernt der Kleine unverkrampft und spielerisch den Kontakt zu seinen Artgenossen im selben Alter. Bestenfalls kombiniert ein Hundetrainer dann noch ein paar Übungseinheiten über ein paar Minuten. Verschafft euch zunächst einmal ohne euren Hund einen Einblick in die Hundeschule und auf den Hundeplatz. Nur wenn du ein gutes Bauchgefühl hast und die Hunde nicht überfordert werden, solltest du auch mit deinem Vierbeiner vorbeischauen.

Darüber hinaus werden dich die Züchter über die nächsten Schritte mit dem Welpen informieren und haben viele praktische Tipps und Ratgeber dabei, wie ihr die schlimmsten Fehlerquellen von Anfang an umgeht.

FAQs zum Gehorsam deines Hundes

1) Mein Hund zerrt an der Leine? Was kann ich tun?

Da ist es doch wohl höchste Zeit, das Kommando FUß einzuüben. Dafür eignen sich ein breites Halsband und eine verstellbarer Leine. Geschirre animieren hingegen zum Ziehen.

2) Mein Hund kommt auf Kommando nicht zurück?

Trainiere zunächst einmal im Garten und dann draußen mit der Schleppleine. Kommst du nur bedingt zum Erfolg, gib einen gewissen Anteil der Futterration einzig und allein auf den Spaziergängen. Arbeite mit Futterbeutel und aber Tierbeuteln, denn dann wird dein Hund realisieren. Wenn ich höre, gibt es eine Belohnung.

3) Mein Hund bellt ständig!

Viele Hundehalter ärgert der ständig bellende Hund im Garten oder auf dem Hof. Tatsächlich ist die Rasse ein bedeutender Faktor, ob dein Hund dazu neigt, sich lautstark Gehör zu verschaffen. Ein anderer Grund ist eine Unterforderung oder eine Angstreaktion. Zum Beispiel treibt Trennungsangst Hunde dazu, über Stunden zu bellen. Hier kann nur ein folgerichtiges professionelles Training helfen.

4) Mein Hund pinkelt in der Wohnung

Bei Hunden ist das ein Zustand, den ihr über regelmäßige Gänge nach draußen abgewöhnen können. Ist euer Hund eigentlich sauber und fängt auf einmal an, wieder in die Wohnung zu machen? Dann liegt ein hausgemachtes Problem vor.

Zum einen verschmutzen Hunde für uns Menschen die Wohnung und selbst markieren sie nur ihr Revier. Zum anderen können sich die Hunde zum Beispiel in ihrem Körbchen und in der Wohnung unsicher fühlen und versuchen damit ungewohnte Gerüche mit ihrem eigenen Gerüchen zu überdecken. Andere Hunde haben zum Beispiel als Welpe gelernt, beim Züchter in ein Katzenklo zu machen.

Zeige deinem Hund ganz klar, wo sein Platz ist, vermeide fremde Gerüche in seinem Körbchen und gehe in sehr kurzen Abständen mit ihm in den Garten, so dass er die Gelegenheit hat, sich zu entleeren.

Fazit: Was kann ich tun, wenn mein Hund nicht hört?

Gerade bei erwachsenen Hunden liegt das Problem tiefer. Mögliche Gründe kannst du im Rudel, in deiner Beziehung zum Hund oder in schwerwiegenden Erziehungsproblemen suchen. Du brauchst einen Plan, eindeutige Kommandos, regelmäßige Trainingseinheiten und Durchhaltevermögen. Bist du dir unsicher, besuche am besten einen Hundetrainer oder einen Hundeplatz.

Dabei solltest du dir zunächst einmal ohne Hund einen Eindruck von der Stimmung und den Trainingseinheiten machen, bevor du durchstartest. Zeigt der Hund regelmäßig ungehorsam, gilt es im eigenen Zuhause mehr Konsequenz walten zu lassen. Belohnungen vom Tisch beim Essen sind ebenso tabu, wie eine freie Platzsuche. Der Hund hat sein eigenes Plätzchen und genießt hier konsequente Ruhe. Darüber hinaus sollten die ungehorsamen Revoluter optimal ausgelastet werden. Denn gerade Bellen, Jaulen oder Zerstörungswut im eigenen zuhause haben oftmals Unterforderung als Ursache.

By | 2017-07-22T16:32:12+00:00 Juni 5th, 2017|Categories: Blog|Tags: , , |Kommentare deaktiviert für Darum hört dein Hund nicht auf dich und was du dagegen unternehmen kannst!